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Hinterlassen Sie in diesem Gästebuch gerne Ihre Eindrücke rundum die Kellergröppe Raab.

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Geist schrieb am 27. Juli 2026 um 14:50
Ich freue mich immer über die Entdeckung interessanter Wörter. Kellergröppe ist so ein Wort. Einmal in der Welt, möchte es mit Inhalt gefüllt werden, das Wort. So stehe ich denn mitten in der Kellergröppe und erfahre interessante Inhalte zu diesem interessanten Wort. Der Reiseführer legte einen Besuch in Raab im Innviertel nahe. Weil es dort Raaber Bier gibt und weil es dort die Kellergröppe gibt. Also hin. Da stehe ich dann erst einmal vor einer Info-Tafel, die sagt, geht jetzt den Hohlweg da lang und du wirst rechts und links Eingänge zu Kellern sehen. So gehe ich den Hohlweg lang und sehe links und rechts Eingänge zu Kellern. So weit, so unspektakulär. Was selbst einem Laien – also mir – nach und nach dämmert: Der Hohlweg ist von Sand gesäumt. Nicht Sandstein, auch nicht von Sandkastensand oder Dünensand. Von super feinem Sand, der sich über die Jahrtausende so verdichtet hat, dass er selbst weder von Wind noch von heftigen Regengüssen abgetragen wird. ...und schon entlässt mich der Hohlweg ins ebene Gelände. Aha, denke ich. Und: Soso. Der Hartnäckigkeit meiner Reisegruppe ist es zu verdanken, dass wir nach dem ersten Eindruck Kontakt zu einem kundigen Guide, dem Ernst, bekommen haben. Eigentlich hatte Ernst Wichtigeres zu tun, als Münchner Touristen in die Geheimnisse der Kellergröppe einzuweihen. Die Terrasse wollte betoniert werden. Auf die Drohung hin, wir könnten ihm ja helfen(*), hat er sich für das kleinere Übel entschieden, eine Führung durch die Gröppe. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Ernst. Du hast uns eine große Freude bereitet. Behalte deinen Humor und deine Begeisterung. Nun haben wir Dinge erfahren und gesehen, frag nicht. Von "Gröppe entspricht Kreppe" über "Weissbauchfledermäuse" bis hin zur Erklärung, warum das Raaber Bier 6 und nicht 8 Prozent hat und warum man mit "Sakradi" und nicht mit Prost anstößt. Und was das mit Franz Stelzhamer zu tun hat. Es war eine Führung von etwa einer Stunde anberaumt. Zwei sind es dann geworden. Ernst hat sich von seinen eigenen Geschichten mitreißen lassen und er hat uns mitgerissen.
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